BERAM liegt auf einem Berg, etwa 10 km von Pazin entfernt in
Richtung Pore?. Am Fuße der Ortschaft wurde im 19. Jh. eine vorgeschichtliche Nekropole
erforscht, was wertvolle Befunde ergeben hat.
Im Mittelalter war Beram mit Festungsmauern umgeben und in der Mitte stand ein großer
Wehrturm. An dessen Fuße wurde 1431 die Kirche zum hl. Martin aufgebaut, bemalt mit
Fresken, die im Ostteil der neuen Pfarrkirche aufbewahrt sind (Anfang dieses Jahrhunderts
wurde die alte Kirche in den neuen Monumentalbau eingefügt.

Etwa 1,5 km von Beram befindet sich ein der bekanntesten Kulturdenkmäler Istriens - die
Friedhofskirche zur hl. Maria
auf Skrilinah. Es
entstand im Mittelalter und hat sein gegenwärtiges Aussehen nach Barockumbauten
angenommen
Das Innere dieser Kirche enthält den bedeutendsten Zyklus der Wandmalerei Istriens - die
Fresken des Meisters Vincent von Kastav aus 1574. In ca. 40 Feldern sind (wie in Strips)
die Details aus dem Leben Mariä und Christi, die Gestalten einzelner Heiligen und
symbolische Szenen dargestellt. Den größten Raum nehmen eine bunthafte Reiterparade
Epiphanie (Nordwand) und das allegorische Thema Totentanz (Westwand) ein.
Der Freskenzyklus in der Marienkirche auf ©krilinah weist alle Merkmale der Kunst dieses
Grenzgebietes auf, wo sich die Einflüsse aus Süden und Norden verflechten. Die
Volkstümlichkeit umsetzt die angenommenen Vorbilder in ein einheitliches Erzählen. An
der Vollendung dieses Werkes waren auch die Mitarbeiter des Meisters Vincent beteiligt.
Bei den Umbauarbeiten Anfang des 18. Jh. verschwand ein Teil der Malereien aus dem
Kirchlein (Sanktuarium) oder wurde beschädigt (Durchbrüche für neue Fenster). Zu
derselben Zeit gehört die Kassettendecke, die den Ausblick auf die Dachkonstruktion
schließt. Mit dem Zeitverlauf wurden die Fresken des Meisters Vincent von Kastav und
seiner Mitarbeiter mit neuem Verputz überdeckt, aber 1913 wurden sie neuenthüllt und
damit zur Schau gestellt. LINDAR
liegt auf einer Erhebung
über Pazin. Wie viele andere istrianische Städtchen, war Lindar auch einst mit Mauern
und Bastionen befestigt.
Die gegenwärtige Pfarrkirche zum hl. Mohor und Fortunata entstand im 17. Jh. (aufgebaut
1606 und danach mehrmals umgebaut). Die kleinere Fabian- und Sebastiankirche, laut der
glagolitischen Aufschrift über dem Eingang, wurde 1559 aufgebaut.
Das wertvollste Kunstwerk in Lindar ist die gotische Kirche zur hl. Katharina bei dem
Ortseingang. Im Innere gibt es die bewahrte Freske ?Der lebende Kreuz? (1409), ein
allegorisches Thema, das nur da zu finden ist.
Die Altstadt enthält schöne Exemplare der bodenständigen Wohnarchitektur. |