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'RES PUBLICA ALBONESSIUM'
Die Lokalität des heutigen malerischen Städtchens Labin, das auf einem 320 Meter hohen Hügel gelegen und nur 3 Kilometer vom Meer entfernt ist, war schon 2000 Jahre v.Chr. bewohnt. Die Überreste einer solchen Hügelsiedlung
(Castelliere) aus der Bronzezeit, Kunci, befinden sich in der unmittelbaren Nähe von Labin. Sein alter Name Albona oder Alvona ist keltisch-illyrischer Herkunft. Die Stadt wurde wahrscheinlich im 4. Jh. v. Ghr. von den Kelten gegründet, und zwar an der Stelle einer vorgeschichtlichen Burgruine, obwohl einige Historiker behaupten, dass die Stadt schon im 11. Jh. v. Chr. von den Illyren befestigt wurde. Der Name Albona bedeutet auf Keltisch "Stadt auf dem Hügel" bwz. "hohe Siedlung". Für seine damaligen Einwohner schrieb Titus Livius, dass sie Seeräuber-Piraten gewesen waren. Nach mehreren
Zusammenstössen zwischen den Einheimischen und den Römern, die schon im 3. Jh. v. Chr. ihren Anfang genommen hatten, fiel Labin im Jahre 177 v. Chr. unter römische Herrschaft, und der Fluss Rasa bildete die Grenze. Labin und seine Umgebung wurden ein Teil der römischen Provinz Illyrien mit einem ziemlich hohen Grad der Autonomie. Als römisches Munizipium war es mit der Verwaltung umliegender Orte betraut. Das älteste schriftliche Dokument über Labin ist ein Relief aus dem 3. Jh. n. Chr. mit der Aufschrift "RES PUBLICA
ALBONESSIUM".
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